Home, sweet Home...oder so in der Art
Ich sitze mal wieder in der Bahn und fahre mit einem wehmütigen Gefühl zurück nach Hause.
Diesmal habe ich meinen Onkel und meine Tante besucht. Sie wohnen in einer wunderschönen, großen, komfortablen Wohnung mit Blick auf einen großen Fluss. Wir waren auf dem Weihnachtsmarkt und ich wurde überaus köstlich bekocht. Sie haben einen niedlichen Hund und ich fühle mich bei ihnen immer sehr wohl.
Eigentlich liebe ich Zugfahren. Ich reserviere mir immer einen Platz am Fenster, kaufe mir entweder vorher oder beim Umsteigen ein Cafe Latte bei Starbucks. Ich sehe zu, wie die Landschaft an mir vorbei fliegt und hänge meinen Träumen und Gedanken nach. Aber Bahnfahren heimwärts macht mich oft auch melancholisch. Ich lasse etwas zurück. Meist Freunde oder Familie. Ich habe eine schöne, besondere Zeit verbracht und kehre nun zurück in den Alltag.
Zuhause wartet Karl auf mich (und mein Entschluss, ihn zu verlassen steht immer noch! Nur ist noch die Frage wann. Feigling!), der mir schon eine sms geschrieben hat, das er vergessen hat Katzenfutter einzukaufen und ob ich nicht am Bahnhof etwas kaufen könne. Wie kann jemand bitteschön vergessen, Futter für sein Tier zu kaufen? Seine Katze ist ein nerviges, ständig quengelndes Biest, aber sie ist wirklich nicht zu beneiden.
Morgen ist ein Arbeitstag, da warten meine bekloppten Kolleginnen auf mich. Wenig Freizeit. Keine lieben Menschen. Keine komfortable Wohnung. Kein ausführliches Frühstück und kein Ausschlafen. Ich will aus dem Zug aussteigen, die Zeit zurückdrehen und wieder weg fahren. Weit, weit weg von meinem Alltag.
kristallzauber am 12. Dezember 12
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